Geschichte
Funde
aus den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zeigen, daß das Gebiet schon
zur Jungsteinzeit bewohnt war. Auch aus der jüngeren Bronzezeit liegen Nachweise
vor. Gegründet wurde der Ort vermutlich in der ersten Hälfte des 13.
Jahrhunderts als deutsche Siedlung. 1289 wird ein Schöffe "Henricus de Cepernik"
erwähnt. 1356 erhielt, nach einer Urkunde des Probstes Gerwinius, die Stiftung
des Katharinen-Altars Einkünfte aus "Cepernic". Das Landbuch nennt 1375 eine
Reihe von Personen, denen Einkünfte aus Zepernick zustehen; Busse Britzik
besaß die gutsherrlichen Rechte. Zepernick muß ein wohlhabendes Dorf gewesen
sein, da im Laufe der Jahrhunderte durch die Kurfürsten mancherlei Gerechtsame
und Leistungen der Bauern an vielerlei Herren für verschiedene Dienste vergeben
worden waren. Den größten Anteil hatte seit 1412 die Familie von Hoppenrade,
die als alleinige Besitzerin der gutsherrlichen Rechte aufgeführt wird. 1466
vermachte Benedict von Hoppenrade diese dem 1465 gegründeten Cöllner Domstift
(Berlin). In einer Urkunde vom 22. März 1466 bestätigt Kurfürst Friedrich
II. diese Stiftung. Zu Beginn des 16. Jahr- hunderts gingen dann weitere Besitzungen
an das Domstift und Zepernick wurde zum Domdorf. Die Kirche als Patronatsherr
ließ den Bewohnern größere Möglichkeiten und Freizügigkeit.
Schwere Plünderungen und Brandschatzungen brachte dem Dorf der 30jährige Krieg. Die
große Wende aber kam mit dem Bau der Eisenbahn Berlin - Stettin und später
der S-Bahn. Zepernick rückte so unmittelbar an Berlin heran und entwickelte
sich rasch zu einem bedeutenden Vorort der Reichshauptstadt. 1893 begann
die Besiedlung im Gebiet des heutigen Röntgenthals, einem Ortsteil von Zepernick.
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