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Weesow |
| Ortsbeschreibung |
Dorfkirche |
Ortsbeschreibung
Weesow
ist ein Angerdorf, welches auch heute noch von der Landwirtschaft geprägt
wird. Nach dem Alter der Kirche zu urteilen, müßte der Ort im frühen 13.
Jahrhundert gegründet worden sein. Urkundlich erwähnt wird es zum ersten
Mal im Jahre 1339 unter dem Namen "to der Wyse" (niederdeutsch: zur Wiese).
Vor 1413 erwarben die von Arnim alle Rechte. 1620 nahmen die damaligen Kirchenpartrone,
die Familien Katte und von Arnim, Stiftungen vor, von denen heute noch ihr
Patronastsgestühl existiert.
Die Feldsteinkirche gehört zu den ältesten Kirchen der Region.Der
rechteckige flachgedeckte Feldsteinbau mit einem mächtigen, etwas eingezogenem
Westturm wurde wahrscheinlich um 1250 erbaut.
Der Dreißigjährige Krieg
ließ die Einwohner des Dorfes auf 3 Bauern und 4 Knechte zurückgehen. Im
Jahre 1857 vernichtete ein Großfeuer die meisten Häuser, welche zur damaligen
Zeit aus Lehmfachwerkgebäuden mit Stroh- und Rohreindeckung bestanden. Die
danach erbauten Gebäude stehen teilweise noch heute entlang der Dorfstraße.
Südlich
des Dorfes Weesow befindet sich eine Gedenkstätte für die unmittelbar nach
dem Ende des 2. Weltkrieges im hier eingerichteten NKWD-Lager umgekommenen
Zivilisten.
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| Dorfkirche
Der Ursprungsbau ist ein rechteckiger Feldsteinsaal aus dem 13. Jahrhundert.
Er besteht aus gleichmäßigen Feldsteinqua- dern.Im
14./15. Jahrhundert wurde der mächtige, leicht eingezogene Westturm aus unregelmäßigem
Feldsteinmauerwerk dem Sakralbau angefügt. Im Turm sind drei Glocken untergebracht,
darunter die sogenannte Theophilus-Glocke, die mögli- cherweise um 1300 gegossen
wurde.
An der westliche Seite des Saales befindet sich eine zugemauerte
rundbogige Pforte in einer giebelartigen Aussparung. Dies könnte darauf hindeuten,
daß sich hier zur Zeit des Gründungsbaues ein Eingangsvorbau befand. Die
heutige Vorhalle der Kirche erbaute man um 1890.
Im Innern besitzt die
Kirche eine flache Putzdecke und eine Hufeisenempore, die von Säule getragen
wird und im Jahre 1786 erbaut wurde.
Der hölzerne, gefaßte Kanzelaltar
entstand im Jahre 1786. Er wurde 1983 restauriert und ergänzt. So wurden
die Brüstungsfelder des Kanzelaltars, die ursprünglich nicht bemalt waren,
mit Kopien versehen, die nach dem Vorbild der Predella des Cranach-Altars
(1548) in der Wittenberger Stadtkirche entstanden sind. Die Entstehungszeit
der polygonen Sandsteintaufe liegt im 14./15. Jahrhundert. Im Kirchenschiff
befindet sich ein dreisitziges Patronatsgestühl aus dem 18. Jahrhundert.
Die Brüstungsfelder der Hufeisenempore wurden ab 1983 mit gemalten Bibelsprüchen
und Blumenmalereien versehen. Die Orgel auf der Westempore datiert aus dem
Jahre 1962. 
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| © Märkische Eiszeitstraße, Ebert,
Busse, de Taillez. 2003 |
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