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Dorfkirche
Vietmannsdorf: Dorfkirche / W. Ebert
Sehr sehenswert ist die etwas erhöht an der Dorfstraße stehende Kirche, ein rechteckiger Putzbau mit Satteldach und quadratischem Westturm. In den Bau einbezogen wurden an der Ostseite die Reste der mittelalterlichen Feldsteinkirche. Wegen Baufälligkeit musste die Kirche 1926 schließen. Sie wurde teilweise abgebrochen und anschließend sofort wieder aufgebaut. Der Westteil, einschließlich des Turmes, war in Backstein erneuert worden. Die Einweihung fand 1927 statt.
Seit 1946 wird der Kirchturm auch als Feuerwachturm der Forstwirtschaft genutzt.
Kanzelaltar / W. Ebert
Das Innere der Kirche schmückt ein Kanzelaltar, der aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts stammt. Den Blickfang bildet ein geschnitztes Relief aus Eichenholz am Fuße dieses Altars. Es zeigt die
Geißelung, die Kreuzigung und die Auferstehung. Dieses Werk stammt aus dem 14. Jahrhundert. Leider ist seine Herkunft nicht bekannt.
Das Gestühl und die Patronatsloge für die Familie Holtzendorff stammen noch aus dem Vorgängerbau und sind gut erhalten. Ins
Auge fällt auch die reich mit Akanthusdekor bemalte Decke.
Die Kirchenglocke, welche 450 Jahre zur Kirche gerufen hatte, wurde 1917 abgenommen und eingeschmolzen. Im Turm befinden sich zwei Gussstahlglocken mit der Inschrift: "Für Bronze, im Kriege dahingegeben, ruft mein Stahl zu neuem Leben".
1979 erhielt die Kirche einen Außenputz und 1990 konnte im Innenraum die Rankenmalerei restauriert werden.
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