Liebenthal
Geschichte
| Ortsbeschreibung |
Dorfkirche
Dorfkirche

1792/93 ließ Friedrich Wilhelm II. auf dem Fundament der alten Kirche des wüsten Dorfes, die damals noch vorhanden waren, einen unansehnlichen Fachwerkbau mit Dachreiter als Gotteshaus errichten. Der damalige Lehrer Rietze, der ein gelernter Stubenmaler war, besorgte die Ausmalung. Er schmückte das ganze Innere mit Graburnen, die von Blumengewinden umrankt waren. Das ergab ein sonderbares Aussehen. 1894 war die Kirche, deren Dachreiter man bereits hatte entfernen müssen, so altersschwach geworden, dass man sie nicht mehr benutzen durfte. Nach wenigen Monaten fiel die Ruine einem Schadensfeuer, das auf einem benachbarten Kossätenhof entstanden war, zum Opfer.
Um die Kirche mehr in der Mitte des Dorfes zu haben, tauschte die Gemeinde den bisheringen Dorfplatz gegen das Armenhausgrundstück ein. 1897 konnte die neue Kirche, ein für das Dorf repräsentativer Backsteinbau, eingeweiht werden.
© Märkische Eiszeitstraße, W. Ebert, 2003
Lit.: M. Rehberg : Liebenthal In: Weiß/Rehberg:
Zwischen Schorfheide und Spree.