![]() | Im Landbuch Karls VI. wird Blumberg als befestigte Stadt (oppidum) bezeichnet. In Urkunden werden Wälle und ein Berliner sowie ein Bernauer Tor erwähnt. 1454 heißt es nur noch "Stediken" und 1515 gar nur "Flecken". Nach der Reformation wurde der Besitz vom Landesherren eingezogen. Aber anstatt es zu einer selbständigen märkischen Landstadt zu erheben, verkaufte er es zur Schuldendeckung an die mächtigen Herren von Krummensee mit damaligem Hauptsitz in Altlandsberg und besiegelte damit für immer das Schicksal als Stadt.
Blumberg, am Dorfteich. Foto W. Ebert |
| Ab 1654 verwaltete die Witwe des Kanzlers und später ihre Tochter Margarete Catharina, deren Bilder in der Kirche zu sehen sind, das Gut. Letztere vererbte es 1681 an ihren Enkel den Geheimen Staatsrat Freiherrn Friedrich Rudolf Ludwig von Canitz, als Dichter rühmlich bekannt, in dessen Besitz es bis zu seinem Tode im Jahre 1699 verblieb. Hiernach kam es durch Heirat und Erbschaft in Besitz der Familie von Canstein und danach derer von Schulenburg.
Portrait des Friedrich Freiherr von Canitz in der Blumberger Kirche. Foto W. Ebert |
![]() |
![]() | 1836 erwarb Graf Friedrich Ludwig von Arnim (Boitzenburger Linie) Dorf und Gut. Er baute nach Schinkelschen Plänen ein neues Schloß in klassizistischem Stil. Es erfuhr zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Umgestaltung im englischen Landhausstil und diente nach Verkauf als NSV-Reichsseminar. 1945 wurde es zerstört und abgerissen.
Schloss Blumbberg um 1850 (Sammlung Duncker / Zentral- und Landesbibliothek Berlin) |