Biesenthal

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Ortsbeschreibung

Markante Zeichen der Stadt sind die beiden Türme der evangelischen und katholischen Kirchen. Die evangelische Kirche auf dem Markt ist ein spätromanischer Feldsteinbau. Die Kuppel der katholischen Kirche ziert eine auffällig hohe Laterne. Auf dem 1812 eingerichteten Friedhof gibt es eine Bibelstelle, die in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts vom damaligen Stadtgärtner Hitgen angelegt wurde. Hier liegen halbkreisförmig angeordnet rund 60 bis 70 Porzellanbibeln. In der Schulstraße befindet sich das älteste Haus der Stadt, ein strohgedeckter Fachwerkbau, aus dem Jahre 1707. Von besonderem kulturhistorischen Wert ist weiterhin das "Alte Rathaus". Es ist ein gut proportioniertes, zweigeschossiges, verputztes Fachwerkhaus. Sehenswert sind die Eichen auf dem Marktplatz. Der Schloßberg mit Grünanlage, Aussichtsturm und Ruine des Arnimschen Schlosses ist denkmalgeschützter Bereich. Leider bleibt der herrliche Blick vom Turm über die hügelige Landschaft versagt, da der Turm wegen nötiger Reparaturarbeiten geschlossen ist. Auf dem Reihersberg ist der mittelslawische Burgwall zu sehen.

Westlich von Biesenthal liegt das landschaftlich äußerst reizvolle Naturschutzgebiet Biesenthaler Becken mit ausgedehnten Niedermooren, zahlreichen naturnahen Fließgewässern und Feuchtwiesen sowie Trockenrasen auf den Sandhügeln der Kames. Erwähnenswert ist die schon im Mittelalter urkundlich erwähnte Langerönner Mühle. Ab 1830 erfolgte im Teilbereich Pfauenbecken ein Abbau der mächtigen Moordecke durch die Biesenthaler Brauerei. Die wassergefüllten Torfstiche sind heute wertvolle Biotope mit einer reichen Fauna  und Flora.
 

© Märkische Eiszeitstraße, Ebert, de Taillez, 2003