Biesenthal

Ortsbeschreibung | Geschichte | Burg und Vogtei Biesenthal

 

Geschichte

In hügeliger, wald- und wasserreicher Landschaft des westlichen Barnims gelegen, zählt Biesenthal zu den ältesten menschlichen Ansiedlungen. Bereits die mittelsteinzeitlichen Jäger und Sammler fanden hier vor etwa 10 000 Jahren günstige Lebensbedingungen: Wild, Fische und trockene Sandkuppen für ihre Lager. Auch jungsteinzeitliche Bauern ließen sich nieder und in der Bronzezeit befand sich hier, wie viele aus dieser Zeit stammende Gräberfelder beweisen, ein Siedlungsschwerpunkt. Mit dem Burgwall auf dem Reihersberg zählt Biesenthal zu den ersten slawischen Siedlungszentren im westlichen Barnim und mit der askanischen Burg auf dem Schloßberg, der Vogtei Biesenthal, entwickelte sich ab dem 12. Jahrhundert ein bedeutendes mittelalterliches Machtzentrum. Lange Zeit herrschte in Biesenthal eines der mächtigsten Rittergeschlechter Nordost-brandenburgs, das der von Arnim.
Kriegerdenkmal auf dem umgestalteten ehemaligen Markt im Fischerkitz Foto w. Ebert Im Schutze der Burg siedelten sich Handwerker, Händler und Bauern an, es entstand die Altstadt von Biesenthal, das heutige Stadtzentrum.1258 wird Biesenthal (Bisdal) erstmals ukundlich erwähnt.  Daneben gab es noch die Ansiedlung Fischerkietz mit dem Markt am heuten Kriegerdenkmal und die der Kolonie westlich der Finow. Der Fischerkietz ist wohl der älteste Teil von Biesenthal. Die Kietzmühle wurde bereits 1375 erwähnt. Erst 1848 wurden der Fischerkietz und 1891 die Kolonie ein direkter Tei der Stadt Biesenthal.



Kriegerdenkmal auf dem umgestalteten ehemaligen Markt im Fischerkitz Foto w. Ebert

Die mittelalterliche Bedeutung Biesenthals resultiert besonders aus der Lage an der wichtigen Heer- und Handelsstraße von Bötzow (Oranienburg) nach Oderberg.
Im Jahre 1258 wird Biesenthal als Bisdal erstmals urkundlich erwähnt. Mehrere Großbrände, wie die von 1580, 1632 und 1756 hatten für den Ort verheerende Folgen.

Bei Bauarbeiten am Parkplatz Berliner Straße wurde ein alter Feldsteinbrunnen entdeckt und freigelegt. Er stammt noch aus der Zeit vor dem großen Brand 1756. Original restauriert ist er heute ein Denkmal zur Geschichte der Stadt.








Feldsteinbrunnen aus der Zeit vor dem großen Stadtbrand.
                                Foto W. Ebert
Feldsteinbrunnen aus der Zeit vor dem großen Stadtbrand. Foto W. Ebert
Anfangs des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Biesenthal immer mehr zu einem Kur- und Erholungsort. Der Stadt wurde 1934 das Recht erteilt, sich Luftkurort zu nennen. Diese Entwicklung wurde im 2. Weltkrieg unterbrochen. Seit Beginn der 90er Jahre bemüht sich die Stadt mit gutem Erfolg, wieder touristische Bedeutung zu erlangen. So wurde das 1925 neu gestaltete Strandbad am Wukensee 1999 nach altem Vorbild rekonstruiert und erfreut sich großer Beliebtheit. Jährlich finden im Sommer Wukensee-Feste statt.
2005 wurde Biesenthal Natuparkstadt.

 

© Märkische Eiszeitstraße, W. Ebert u. S. de Taillez, 2003

 

 

 

 

Kriegerdenkmal auf dem umgestalteten ehemaligen Markt im Fischerkitz Foto w. Ebert