Biesenthal

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Geschichte 

In hügeliger, wald- und wasserreicher Landschaft des westlichen Barnims gelegen, zählt Biesenthal zu den ältesten menschlichen Ansiedlungen. Bereits die mittelsteinzeitlichen Jäger und Sammler fanden hier vor etwa 10 000 Jahren günstige Lebensbedingungen: Wild, Fische und trockene Sandkuppen für ihre Lager. Auch jungsteinzeitliche Bauern ließen sich nieder und in der Bronzezeit befand sich hier, wie viele aus dieser Zeit stammende Gräberfelder beweisen, ein Siedlungs- schwerpunkt. Mit dem Burgwall auf dem Reihersberg zählt Biesenthal zu den ersten slawischen Siedlungszentren im westlichen Barnim und mit der askanischen Burg auf dem Schloßberg, der Vogtei Biesenthal, entwickelte sich ab 12. Jahrhundert ein bedeutendes mittelalterliches Machtzentrum. Lange Zeit herrschte in Biesenthal eines der mächtigsten Rittergeschlechter Nordostbrandenburgs, das der von Arnim.
Die mittelalterliche Bedeutung Biesenthals resultiert besonders aus der Lage an der wichtigen Heer- und Handelsstraße von Bötzow (Oranienburg) nach Oderberg.
Im Jahre 1258 wird Biesenthal als Bisdal erstmals urkundlich erwähnt. Mehrere Großbrände, wie die von 1580, 1632 und 1756 hatten für den Ort verheerende Folgen.
Anfangs des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Biesenthal immer mehr zu einem Kur- und Erholungsort. Der Stadt wurde 1934 das Recht erteilt, sich Luftkurort zu nennen. Diese Entwicklung wurde im 2. Weltkrieg unterbrochen. Seit Beginn der 90er Jahre bemüht sich die Stadt mit gutem Erfolg, wieder touristische Bedeutung zu erlangen. So wurde das 1925 neu gestaltete Strandbad am Wukensee 1999 nach altem Vorbild rekonstruiert und erfreut sich großer Beliebtheit. Jährlich findet im Sommer das Wukensee-Fest statt.
 

© Märkische Eiszeitstraße, Ebert, de Taillez, 2003