Der Barnim und die Uckermark aus der Vogelperspektive
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Die Landschaften in den Landkreisen Barnim und Uckermark erhielten ihre Gestalt, wie fast alle in Brandenburg, durch das Wirken der Inlandeisgletscher und der Schmelzwasser der letzten Eiszeit. Anders als in den übrigen Landesteilen weisen unsere jungmoränen Landschaften jedoch einen besonders reichhaltigen landschaftlichen Formenschatz von hoher Ästhetik auf. Sie bieten zahlreiche Ausflugsziele und Naherholungs- möglichkeiten.
In seinen administrativen Grenzen erstreckt sich der Landkreis Barnim über verschiedene natürliche Land- schaftsräume mit sehr differenziertem Charakter...
Weite, offenen Landschaften auf dem Barnimplateau im Süden des Landkreises sind von eigener Schönheit und etwas "sprödem Charme" geprägt. Sie öffnen einen weiten Blick ins Land, wie z. B. zwischen Trampe und Heckelberg...
Im Norden, auf der Uckermär-
kischen Platte, erscheinen die
Landschaften dem gegenüber
sehr abwechslungsreich, wie's
die agrarisch genutzten Morä-
nenlandschaften bei Groß Zie-
then und Neugrimnitz veran-
schaulichen...
Eingebettet in die stimmungsvolle, waldreiche Jung- moränenlandschaft liegt das 725jährige Kloster Chorin. Die Zisterzienser Klosterruine veranschaulicht einen Höhepunkt der norddeutschen Backsteinbaukunst und bietet heute innerhalb ihrer Gemäuer vielfältige kulturelle Ereignisse...
Geteilt werden die beiden Landschaftsbereiche durch das Eberswalder Urstromtal. In ihm breiten sich die Siedlungsbereiche von Eberswalde und Finowfurt aus, die sich in enger Verbindung mit dem nunmehr historischen Finowkanal entwickelten. Der über 250jährige Finowkanal bietet zahlreiche interessante, noch intakte wasserbauliche Anlagen (Schleusen u. Brücken) aber auch romantische Wasserlandschaften...
Dem Kanal schließt sich nach Osten das Odertal mit dem Niederoderbruch an, eine Weidelandschaft auf Niedermoor...
Einen landschaftlichen Kontrast von besonderem Reiz bilden die "Bruchkanten" von den genannten Hochf- lächen des Barnim und der Uckermark zu den Niede- rungslandschaften, wie hier östlich von Hohenfinow am Liebenstein...
Von hier erblickt man auch das Schiffshebewerk Niederfinow. Es ist eine ingenieurtechnische Meister- leistung und außergewöhnliche touristische Attraktion. Nahezu mühelos überwinden mit seiner Hilfe die großen Binnenschiffe in 5 Minuten 36 m Höhenunterschied. Trotz seiner gewaltigen Abmessungen stört das Hebewerk nicht die Harmonie der Landschaft...
Was wäre aber unsere Landschaft ohne ihre, oft von Wald eingerahmten klaren Seen. Wahre landschaftliche Perlen sind sowohl die großen Zungenbeckenseen, wie Parsteinersee und Grimnitzsee, und der Werbellinsee als tiefer Rinnensee als auch die zahllosen kleinen Seen, wie hier um das Öko-Dorf Brodowin. An jedem Wochenende und im ganzen Urlaub an einem anderen See baden, segeln, surfen, tauchen u.a.m., wo kann man das sonst? ...
Kein virtueller Trip kann eine echte Entdeckungstour ersetzen. Erkunden Sie den landschaftlichen Reichtum des Barnim entlang der "Märkischen Eiszeitstraße" auch im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und im Naturpark Barnim.
� Märkische Eiszeitstraße, 2003, J. Kiesel, G. Lutze, P. Paar, G.-U. Michaelis,