Reiseführer - "Die Märkischen Eiszeitstraße - Das Barnimer Land, die Uckermark und Märkisch- Oderland"

Hans Domnick, Werner Ebert, Gerd Lutze

Findling Verlag, Neuenhagen 2003, 152 Seiten, 
vergriffen
Auf den Spuren der Eiszeit

Einem geologischen Happyend verdankt Norddeutschland seine Schönheit. Wo einst hunderte Meter dickes Eis tiefe Rinnen ins Erdreich schabte, Gestein und Sand von Norden her transportierte und an seinen Rändern auftürmte, wo tauende Gletscher in weiten trogartigen Tälern abflossen und große Restbrocken sich allmählich in klares Wasser verwandelten, erfreuen das Auge bewaldete sanfte Hügelbogen, grüne Niederungen. Tausende Seen. Was die Eiszeit uns hinterließ, ist wohl nirgends so eindrucksvoll zu erleben wie im Nordosten Brandenburgs. Die Märkische Eiszeitstraße führt seit 1997 zu Grund- und Endmoränen, den Sandern und Urstromtälern, zu Drumlins und Söllen, Binnendünen und glazialen Rinnen im Barnimer Land, Uckermark und Märkisch Oderland.
Mit einem Büchlein aus dem Neuenhagener Findling-Verlag kann sich der Tourist nun den landschaftlichen Reichtum der eiszeitlichen Hinterlassenschaft erschließen und auf 340 Kilometern mit allen Sinnen erleben, was der Mensch daraus gemacht hat in den reichlich zehn Jahrtausenden seit der letzten KaItzeit. Auf der ,,Erlebnisroute", die vor den Toren Berlins beginnt, bieten sich Bernau, Groß Schönebeck, Joachimsthal, Templin, Lychen, Boitzenburg, Prenzlau, Schwedt, Angermünde, Oderberg, Bad Freienwalde und Eberswalde als Ausgangspunkte für Entdeckungen der Region an.
Ausgestattet mit Kenntnissen über die gestaltende Kraft von Eis, Wasser und Wind und über die Siedlungsgeschichte, findet der Reisende dank des mit Karten und vielen Fotos attraktiv gestalteten Büchleins hin zu den frühzeitlichen Gräberfeldern und Burgwällen, den mittelalterlichen Kirchen und Mühlen, den Denkmälern und Museen. Aber auch zu den Badestellen, Campingplätzen, Reiterhöfen Naturschutzstationen, Pensionen und Fremdenverkehrsämtern, die dank der Märkischen Eiszeitstraße für die touristische Entwicklung des an wunderschönen Landschaften reichen, an Industrie und Arbeitsplätzen armen Nordosten Brandenburgs in jüngster Zeit entstanden sind.

Anni Geisler - Gekürzte Wiedergabe aus "Brandenburger Blätter - kostenlose Beilage der Märkischen Oderzeitung" [17.10.2003]

 

Video- Film -" Eiszeiten in Brandenburg"

Der Video- Film von Dr. Norbert Schlaak zeigt die Wirkungen und Hinterlassenschaften der Eiszeit in Brandenburg

Gletscher  aus Skandinavien drangen während der letzten drei Kaltzeiten (der Elster,-Saale- und Weichselkaltzeit ) bis nach Brandenburg und teilweise weiter nach Süden vor. 50 bis 200 Meter mächtige Sedimentschichten

hinterließen der Inlandeisgletscher und die Schmelzwässer Der Film rekonstruiert das Geschehen während der Eiszeit in Brandenburg mit Aufnahmen aus den gletschernahen Gebieten  von Spitzbergen und Island. Luftaufnahmen vom Nordosten Brandeburgs  zeigen die Oberflächenformen wie wir sie heute hier in der seenreichen Landschaft des Jungmoränengebietes vorfinden.
Der Film wurde im Auftrag des NABU- Informationszentrums Blumberger Mühle  und der Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Märkischen Eiszeitstraße e.V.  hergestellt.
Anfragen sind zu richten an: Marina Schlaak Hochstraße 12  16244 Altenhof Tel.. 033363- 46 123 
E-Mail: m.schlaak-modul@t-online.de







Entdeckungen entlang der Märkischen Eiszeitstraße

Heft 1:

Nordostbrandenburg - Entstehungsgeschichte einer Landschaft (1999)

Preis: 4.--Euro zuzüglich Versandkosten
 

Der Geologe und Autor Norbert Schlaak beschreibt auf 48 Seiten die wechselvolle Geschichte der Landschaftsentwicklung vor und während der letzten Eiszeit. Damit gelang eine in dieser Vollständigkeit bis jetzt nicht veröffentlichte Darstellung erdgeschichtlicher Entwicklung in Brandenburg. Schlaak fasst nicht nur bisherige wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen, sondern arbeitet auch neue Theorien und Ergebnisse eigener Forschungen ein, die gleichsam Fenster in die eisige Vergangenheit sind.


Heft 2:

Barnim und Uckermark - eine Burgenlandschaft (1999)

Preis: 4.--Euro zuzüglich Versandkosten

Der Archäologe Rainer Schulz beschreibt auf 112 Seiten die hoch- und spätmittelalterlichen Burgen im Gebiet der "Märkischen Eiszeitstraße". Besondere Beachtung fanden jene Burgen, von denen Reste oder eindrucksvolle Ruinen bis heute erhalten geblieben sind. Im Vordergrund stehen neue Erkenntnisse zum Stolper Turm und zur Burg Greiffenberg, deren zeichnerische Rekonstruktion hier zum ersten Mal veröffentlicht wird.


Heft 3:

Steine, die das Eis uns brachte (2000)

Preis: 4.--Euro zuzüglich Versandkosten

In diesem Heft beschäftigen sich die beiden Autoren Prof. Werner Ebert und Wilfried Beuster mit dem Gestein, das mit den Gletschern während der Eiszeit zu uns kam. Insbesondere geht es dabei um die Geschichte des Steinabbaues und des Lebens der Steinschläger. Historisches Bildmaterial und Zeichnungen zu den verwendeten Werkzeugen der Steinschläger und ihrer Arbeitsmethoden erhöhen das Verständnis dafür, wie es vor rund 150 Jahren in den Steingruben zuging. 14 Bildtafeln zeigen Feldsteinmauern, Kirchen, Brücken und andere Bauwerke aus Feldsteinen, Skulpturen und ehemalige Steingruben wie sie uns heute auf einem Streifzug durch die Uckermark begegnen.


Heft 4:

Jäger und Bauern in der Steinzeit (2000)

Preis: 4.--Euro zuzüglichVersandkosten

Als Zeugnisse menschlichen Lebens und Wirkens seit der ausgehenden Weichsel-Eiszeit dokumentieren die Bodendenkmale im Bereich der Märkischen Eiszeitstraße eine über zwölf Jahrtausende gewachsene Kulturlandschaft. Unter den Bodendenkmalen erregten die jungsteinzeitlichen Großsteingräber schon seit Jahrhunderten die Neugier der Bewohner des Landes und das Interesse der Gelehrten.
Das Heft ist reich bebildert und gewinnt mit den Zeichnungen von Uwe Schwert an Anschaulichkeit.


Heft 5:

Von Findlingen und Fossilien (2001)

Preis: 4.--Euro zuzüglich Versandkosten

Neun Wissenschaftler verschiedener Fachgebiete haben in Gemeinschaftsarbeit versucht, in allgemein verständlicher Form dem Leser die Wirkungen des Eiszeitalters in unserem Gebiet, die Bewegungen des Eises, den Transportmechanismus im Gletscher und die Herkunftsgebiete verschiedener Geschiebesteine nahe zu bringen. Ebenso werden das breite Sammelfeld der Fossilien einschließlich der hier gefundenen Bernsteine sowie die Braunkohle- u. Tonvorkommen behandelt. Weitere Kapitel beschäftigen sich mit den geschützten Findlingen im Gebiet der Märkischen Eiszeitstraße, soweit sie touristisch zugänglich sind, und mit einer ausführlichen Beschreibung der fünf geologischen Lehrpfade im Barnim, in der Uckermark und in Märkisch Oderland.


Heft 6:

Natur und Geschichte der Schorfheide (2001)

Preis: 4.--Euro zuzüglich Versandkosten

Fünf Autoren geben hier einen geschlossenen Überblick über die Landschafts- und Naturgeschichte der Schorfheide, eines Gebietes, welches im Laufe der Zeit vielfältig benannt und dessen Grenzen variabel waren.
Einen Schwerpunkt der Broschüre bildet die Geschichte der heimischen Großtierwelt seit dem Beginn der Elster-Kaltzeit bis zum Rückzug der Gletscher aus unserem Gebiet und dem Aussterben zahlreicher Arten.


Heft 7:

Die Eroberung und Besiedelung Nordostbrandenburgs

Preis: 4.--Euro zuzüglich Versandkosen

Inhalt:

Einleitung

Von Karl dem Großen bis Otto I.
Karl der Große an der Peene
Beginn der ersten deutschen Ostkolonisation im 10. Jahrhundert
Das Markensystem
Der grausame Markgraf
Der große Slawenaufstand von 983

Askanier, Greiffen und Wettiner
Der zweite Anlauf
Der Wendenkreuzzug
Die neuen Gebiete im Widerstreit der Interessen
Der Traum von der Odermündung
Burgen und Siedlungsaufruf
Siedler aus aller Herren Länder
Das Ende der Dänenherrschaft und der Erwerb des Barnims
Die Entscheidung im Barnim
Der Vertrag von Landin

Edelmann, Bürger und Bauer
Eiserner Pflug und Dreifelderwirtschaft
Ein Puzzle
lm Schatten des Roland
Beispiel Prenzlau
Adel verpflichtet
Im Zeichen des Kreuzes
Weitere Ziele
Das liebe Geld
Die letzten askanischen Jahre

Nachwort

Die vom 12. bis Anfang des 14. Jahrhunderts regierenden Fürsten in dem behandelten Gebiet

 


Heft 8:

Landschaft im Wandel - der Nordosten Brandenburgs vom 17. Jahrhundert bis heute

Preis: 4.--Euro zuzüglich Versandkosten

Inhalt

Einführung

Landschaftsentwicklung in der Zeit des Großen Krieges
Die gesellschaftlichen Verhältnisse im 17. bis Anfang des 18. Jahrhunderts
Das Landschaftsbild im 17. Jahrhundert
Gutsherrschaft im Nordosten
Neue Bewohner und neue Kulturen - auch Sonderkulturen
Beispiel Neuholland
Neue Kulturen

Landschaftsentwicklung in der Zeit großer Meliorationen
Die gesellschaftlichen Verhältnisse im 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts
Entwicklung der Vorwerke
Veränderungen in der landwirtschaftlichen Produktion und den Landschaften
Große Meliorationen - Beispiele Oderbruch und Randow-Welse-Bruch
Kleine Meliorationen vielerorts
Grenzen zwischen Wald und Feld werden fließend

Landschaftsentwicklung in der Zeit des Überganges vom Absolutismus zum Industriezeitalter
Die gesellschaftlichen Verhältnisse Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts
Bevölkerungswachstum wie nie zuvor
Ein Anflug von Romantik
Siedlungsformen prägen das Grundmuster der Agrarlandschaften
Wachsender Großgrundbesitz in der Uckermark und im Barnim
Separation ändert Eigentumsverhältnisse, Landschaftsnutzung und soziales Gefüge gründlich
Agrarrevolution fachlich unterstützt
Wald und Feuchtgebiete stark im Rückgang
Erbarmenswerter Waldzustand und Beginn der planmäßigen Forstwirtschaft
Kunststraßen, Eisenbahn und Kanäle - Spuren der Industrialisierung
Parklandschaft mit Eisenbahn

Landschaftsentwicklung im Industriezeitalter und in der wissenschaftlichen Revolution (20. Jahrhundert)
Die gesellschaftlichen Verhältnisse
Aus der Geschichte des unteren Odertals - Leben mit dem Hochwasser
Die harte Nachkriegszeit und die sozialistischen Entwicklungen
Landwirtschaftliche Großbetriebe bestimmen Gestaltung und Nutzung der Agrarlandschaften
Beispiel Komplexmelioration Randow-Welse-Bruch
Gigantismus in der Tierproduktion - Beispiele Dedelow und Eberswalde
Gleiche Wohn- und Lebensbedingungen in Dorf und Stadt
Agrarlandschaften in den 80er Jahren

Landschaften im Zeitalter der Globalisierung (90er Jahre des 20. Jahrhunderts)
Gesellschaftliche Verhältnisse und Landschaftsnutzungsansprüche
Widersprechende Siedlungsbewegungen
"Zerschneidungen, Technisierung und Verspargelung der Landschaft"
"Anthropogene Endmoränen"
Vom Arten- und Naturschutz zu ökologischen Modellregionen

Schlussbetrachtung


Heft 9:

Nordostbrandenburg im Spätmittelalter

Preis: 4.--Euro zuzüglich Verasandkosten

 

Seit einigen Jahren erfreuen sich nicht nur in den brandenburgischen Gemeinden Mittelalterfeste wachsender Beliebtheit. Historische Schlachten werden nachgestellt, Turniere ausgefochten, mittelalterliches Leben und Handwerk gezeigt, Met und Bier verkauft. Bei dem wachsenden Interesse an dieser Zeit, stellt sich die Frage nach dem eigenem Wissen über das Mittelalter. Dabei geht es nicht um den Bekanntheitsgrad von Romanhelden wie Robin Hood und Ivanhoe oder historische Persönlichkeiten wie Johanna von Orleans oder Breavehard, die Fernsehen und Kino bevölkern. Nein, es geht um die Geschichte des eigenen Landes, dass historische Geschehen vor der eigenen Haustür.
Heft 9 der Entdeckungen entlang der Märkischen Eiszeitstraße der Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Märkischen Eiszeitstraße hat die genau dieses Geschehen am Ende des Mittelalters im heutigen Nordostbrandenburg zum Inhalt und schließt unmittelbar an das Heft 7 an, dass die Eroberung und Besiedlung des Barnim und der Uckermark beschreibt.
Die reich bebilderte Broschüre spannt den Bogen vom Beginn des 14. Jahrhunderts bis in das 16. Jahrhundert. Beschrieben wird der allmähliche Abstieg und Verfall der Mark Brandenburg nach dem Aussterben der märkischen Askanier, sowie die Konsolidierung des Landes unter den Hohenzollern.
In dieser Zeit betraten zahlreiche historische Persönlichkeiten die brandenburgische Bühne, deren Wirken die Gelehrten bis heute entzweit.
Unbestreitbar ist der so genannte Falsche Waldemar, dessen Erscheinen in der Mitte des 14. Jahrhundert die Mark Brandenburg in einen jahrelangen Krieg stürzte, eine der merkwürdigsten Gestalten des brandenburgischen Mittelalters. Pro und Contra für die Echtheit dieses Markgrafen werden genauso erörtert, wie die entscheidende Frage: wem nutzte dieser Auftritt.
Zwei weitere historische Personen entzweien die märkischen Geschichtsschreiber schon seit über zweihundert Jahren: die Brüder Dietrich und Johann von Quitzow. Allgemein werden die Brüder in den Geschichtsbüchern als Raubritter gehandelt, deren Aufstieg zu Beginn des 15. Jahrhunderts Ausdruck der tiefen Krise der Mark Brandenburg war. Diese Aussage wird hier von allen Seiten beleuchtet und viele unbekannte Fakten genannt, die die Geschichte der Quitzows durchaus in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Auch einer der wichtigsten brandenburgischen Mythen wird hinterfragt: das Erscheinen der Hohenzollern in der Mark Brandenburg. Als im Jahr 1415 die Hohenzollern Brandenburg als erbliches Lehen erhielten, begann ein einzigartiger Aufstieg des Landes und innerhalb von siebzehn Generationen gelang es diesem fränkischen Fürstengeschlecht einen der mächtigsten Staaten Europas zu schaffen. Soweit der allgemeine Tenor. Doch vor allem das 15. Jahrhundert war erfüllt von einem langwierigen Kampf der Fürsten um ihre Macht, nicht nur gegen ihre äußeren Feinde, wie die Pommern, sondern auch in der Mark, wo Städte und Adel ihre errungene Machtstellung nicht aufgeben wollten. Die ersten Hohenzollern verzweifelten noch an der Aufgabe die Mark Brandenburg wieder zu einem regierbaren Land zu machen. Erst gegen Ende des 15. Jahrhundert war die Macht der Hohenzollern in der Mark endgültig gefestigt und Berlin avancierte zur Hauptstadt.

In dem vorgelegten Band spielen aber nicht nur politische und militärische Ereignisse eine Rolle. Ein wichtiges Thema sind auch die gesellschaftlichen Wandlungen, die die Mark Brandenburg an der Schwelle zur Neuzeit durchlebte und an deren Ende zu Beginn des 16. Jahrhunderts der kurfürstliche Territorialstaat stand. Das Heft wird ergänzt durch eine ausführliche Regententabelle, die nicht nur die Herrscher der Mark Brandenburg vom 14. bis 16. Jahrhundert beinhaltet, sondern auch die der Nachbarländer. Weiterhin unterstützen zwei Karten den Text.

Uwe Michas


Heft 10:

Klima, Klimaänderungen und deren Auswirkungen im Gebiet der Märkischen Eiszeitstraße zwischen 1951 und 2055

Preis: 4.--Euro zuzüglich Versandkosten

Ein sechs Wissenschaftler umfassendes Autorenkollektiv des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung e. V. unter der Leitung der bekannten Meteorologen Prof. Dr. F:-W. Gerstengarbe und Dr. habil. P. C. Werner sowie unter Mitwirkung von 13 Personen des Geographischen Instituts in Berlin erarbeiteten speziell für das Gebiet um die Märkische Eiszeitstraße im Nordosten Brandenburgs eine 52 Seiten umfassende Broschüre zu :" Klima, Klimaveränderungen und deren Auswirkungen im Gebiet der Märkischen Eiszeitstraße zwischen 1951 und 2055".

32 farbige Grafiken ergänzen den Text. Nach einer Einführung in die Klimaanalyse wird unter Einbeziehung von 21 meteorologischen Stationen das Klima der vergangenen 50 Jahre erstmals für den Barnim und die Uckermark beschrieben. Es folgt ein Ausblick auf die Klimaentwicklung bis 2055 und die Darstellung des Unterschieds zum Klimaverlauf von 1951 bis 2000 sowie eine Voraussage der Folgen dieser Klimaentwicklung. Einen breiten Raum nehmen die Entwicklung der Hydrologischen Bedingungen sowie die Auswirkungen des Klimas auf Wald und Landwirtschaft ein.

Das vorliegende Heft ist eine sehr wichtige Grundlage für Land- und Forstwirte, für Ökologen und Umweltschützer sowie vor allem auch für Wasserwirtschaftler.


Heft 11:

Wasserwege und Bauwerke zwischen Havel und Oder

Preis: 4.--Euro zuzüglich Versandkosten

Der Autor, Dipl.-Ing. Günter Kaiser, war langjährig Betriebsleiter des Schiffshebewerkes Niederfinow und danach Technischer Direktor beim Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde. Das Heft vermittelt einen vollständigen Überblick über Geschichte und Technik der beiden wichtigen Wasserstraßen zwischen Havel und Oder, den Finow- und den Oder-Havel-Kanal sowie der hierfür errichteten Bauwerke. Besonders ausführliche wurden dabei die Abstiegsbauwerke des Oder-Havel-Kanals bei Niederfinow, die Schleusentreppe und das Schiffshebewerk, geschrieben. Erstmals wird auch der Planentwurf für das neue, zweite Schiffshebewerk in einer Veröffentlichung vorgestellt und durch Modellskizzen veranschaulicht. Das allgemein verständlich geschriebene und mit vielen Abbildungen vergegenständlichte Büchlein wird sicher viele Interessenten finden. Es ist auch als Nachschlagewerk gut geeignet.

Der Text des 60 Seiten starken Heftes wird mit 32 Schwarz-Weiß-Bildern und 11 Farbtafeln ergänzt und illustriert.


Heft 12:

Christenkreuz und Feldsteine - Die Dorfkirchen im Gebiet der Märkischen Eiszeitstraße

Preis: 4.--Euro zuzüglich Versandkosten

Ein Ausflug in die Uckermark und den Barnim überrascht mit Entdeckungen: fast jedes Dorf besitzt eine Feldsteinkirche, die sich in die Landschaft der letzten Eiszeit harmonisch einfügt und ein Gefühl heimatlicher Geborgenheit vermittelt. Mit über zwei Dritteln aller Dorfkirchen verfügt diese Region über die größte Anzahl von mittelalterlichen Feldsteinkirchen in Deutschland. Warum fesselt uns noch heute ihre Romantik? Weder Prunk noch Luxus, sondern die schlichte, kraftvolle Erhabenheit ziehen den Betrachter in ihren Bann. Ihr besonderer ästhetischer Reiz liegt im Baumaterial, den von den Eiszeiten aus dem Norden Europas transportierten Steinen. Bis heute bewahren diese ländlichen Sakralbauten ihre Geheimnisse. Wann und warum sind sie in dieser Vielzahl entstanden? Wer hat sie gebaut? Weshalb sehen sich viele Kirchen so ähnlich? Welchem Baustil folgten sie? Wer besaß das Kirchenpatronat? Gab es auch nach der Reformation sehenswerte Bauten von Dorfkirchen? Die Poesie dieser historischen Kulturdenkmale wird durch ihre Ausstattung unterstützt. Sie überrascht mit vielem Sehenswerten. Die Altäre der Spätgotik oder der Renaissance wirken noch heute anziehend in ihrer Natürlichkeit und Ursprünglichkeit. Ein ländlicher Barock in der Innenausstattung vieler Kirchen ist zumeist eine glückliche Adaption der mittelalterlichen Architektur. Die Vielzahl von Kanzelaltären, schwebenden Taufengeln oder barocker Orgeln ergänzen sie. Heft 12 der Reihe "Entdeckungen entlang der Märkischen Eiszeitstraße" möchte helfen, den Blick für diesen großen Kulturschatz zu öffnen. Es wurden dafür Aussagen von über 320 ländlichen Kirchen genutzt. Farbtafeln und viele Schwarz-Weiß-Bilder illustrieren den Text und verlocken zu eigener Anschauung der Originale. Lassen Sie sich anregen zu eigenen Entdeckungen! Seit einigen Jahren ermöglicht die Initiative "Offene Kirchen" - zu geregelten Zeiten - den Zugang zu vielen sehenswerten Dorfkirchen. Auch die vielfältigen Kulturveranstaltungen öffnen die Kirchen als Begegnungsstätte für jedermann.
Maria Klebert

 


Heft 13 :
 

Mittelalterliche Klöster im Gebiet der Märkischen Eiszeitstraße

Autorin: Dr. Maria Klebert

Preis: 4.--Euro zuzüglich Versandkosten

Jahr für Jahr kommen Tausende zum „Musiksommer“ in das Kloster Chorin und lassen sich verzaubern vom Dreiklang Musik – Bauwerk - Natur. Für viele Kinder in aller Welt ist Kloster Himmelpfort als Postfiliale des Weihnachtsmannes die beliebteste Adresse. In Prenzlau und Angermünde schmücken die Kirchen der Franziskaner das Stadtbild. Im ehemaligen Dominikanerkloster fand das Kulturhistorische Museum Prenzlau seinen würdigen Platz. Die idyllische Lage der Klöster in den schönsten Gegenden der von der jüngsten Eiszeit geprägten Landschaft verlockt unzählige Touristen zur Besichtigung. Sie erfreuen sich der Romantik alter Klosterruinen in Boitzenburg, Gramzow oder Zehdenik. Wie war eine solche enorme Kulturleistung der Klöster in dieser Landschaft möglich ?

Die Klöster als Zeugen einer mittelalterlichen Kulturlandschaft sind sagenumwoben und bergen noch immer Rätselhaftes. Auf vorliegenden wissenschaftlichen Arbeiten aufbauend, wird mit der neuen Veröffentlichung eine kulturhistorische Darstellung der mittelalterlichen Klöster im Gebiet der Märkischen Eiszeitstraße vorgestellt, wie sie von den geschichtlichen und natürlichen Besonderheiten geprägt wurde.

Spannend ist für den Leser, dass aus dieser regionalspezifischen Sicht neue Fragen möglich werden, ohne sie bereits vollständig zu beantworten. So bleibt für weitere Entdeckungen und eigene Erkundungen viel Spielraum.

Zunächst wird die eigenständige Rolle der Klöster in der feudalen Gesellschaft als eine ihrer tragenden Säulen vorgestellt. Schon Theodor Fontane sagte über Albrecht dem Bär, dass er zu den Kirchen und Burgen „ als Neues Drittes, die Vereinigung von Burg und Kirche – die Klöster“ gesellte. Nicht vordergründig Missionierung und Bekehrung der Bewohner zum Christentum wie anderswo war in dieser Region ihre Aufgabe, sondern sie hatten vielmehr wichtige politische, wirtschaftliche und kulturelle Funktionen zum Zwecke der Stabilisierung und des Ausbaus der feudalen Gesellschft.

Durch ihre ordensbezogenen Bindungen zur europäischen Kultur wirkten die Klöster als Zentren der Zivilisation. Sie brachten eine eigenstädige Kultur hervor, die besonders sichtbar wurde in der Architektur. In die Kulturgeschichte ging sie ein als „Askanische Architektur“, deren Klöster vornehmlich im Gebiet der Märkischen Eiszeit liegen. Sie wird gekrönt mit dem Bau des Klosters Chorin, wo sich das Repräsentationsbedürfnis der herrschenden Askanier trefflich mit den Ideen der Zisterzienser paarte.

Neben den unzähligen Feldsteinkirchen sind es die Klöster, die Zeugnis ablegen über eine so fruchtbare Zeit des Kulturfortschritts der Region, deren Landschaft von der Eiszeit geprägt wurde.

Die geistige Kultur der Klöster zeigte jedoch auch ein zweites Gesicht: die Klöster der Region waren führend in den Inquisitionsverfahren. Die erhaltenen Protokolle geben exakt Auskunft über deren Vorsitz oder Mitwirkung.

Ein eigener Abschnitt ist den Nonnenklöstern gewidmet. Statt Weltabgeschiedenheit und Lebensverzicht wird erkennbar, dass hier zumeist adlige Frauen selbständig und weltoffen eine Lebensweise entfalteten, die sie unabhängig vom Unterhalt eines Ehepartners machte.

In einem weiteren Teil der Broschüre werden die Besonderheiten der Klosterbaukunst dargestellt: die gotische Architektur als auserwählte Bauweise der Klöster, die Ordensdisziplin beim Bauen, die Kunstauffassung der Orden , die Wirkungsweise der Klosterbauhütten und die Arbeit mit Backstein als Baumaterial.

Maria Klebert


 

Heft 14 :    Die Geschichte der Schlösser Nordostbrandenburgs

Autorin: Dr. Maria Klebert
Eberswalde, 2010, 142 Seiten,

Preis: 4.--Euro zuzüglich Versandkosten

An Hand der 39 Schlösser, die im Barnim, der Uckermark und Märkisch Oderland recht gleichmäßig verteilt waren und  teilweise noch sind, beschreibt die leider viel zu früh verstorbene Autorin, Dr. Maria Klebert, die Baustile und die Geschichte der Schlösser und ihrer Besitzer im Nordosten Brandenburgs. Einige Schlösser sind leider dem Zerfall preisgegeben, andere sind gar nicht mehr vorhanden. Alphabetisch geordnet reicht die geschichtliche Betrachtung vom nicht mehr vorhandenen Schloss Altlandsberg zu den heute noch prachtvollen Schlossbauen in Boitzenburg und Neuhardenberg bis zum sanierungsbedürftigen Schloss in Zichow.

Die Analyse reicht vom Verlust der Bedeutung der Burgen, vom Militäradel als neue Schlossherren über den Einfluss höfischer Schlossbaukunst bis zur Nutzung der Schlösser nach 1945.

Anmerkungen, ein Glossar und Literaturhinweise vervollständigen den sehr gründlichen
Überblick über die Schlösser und deren wechselvolle Geschichte.